Warum ich die Ausbildung zur Babyschlafcoachin gemacht habe.
- Corinna März

- 25. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Mai

Ich darf nun seit fast einem Jahr Mama einer wundervollen kleinen Tochter sein. Diese neue Rolle hat mein Leben komplett verändert – im schönsten Sinne. Ich bin unendlich dankbar, sie begleiten zu dürfen.
Unser Start ins gemeinsame Leben war jedoch nicht ganz einfach. Gegen Ende der Schwangerschaft musste sie früher geholt werden. Es hätte vieles schiefgehen können – und auch wenn ich heute mit großer Dankbarkeit darauf zurückblicke, war diese Zeit sehr prägend.
Auch das Thema Stillen war von Anfang an ungewiss, da ich mich vor einigen Jahren für eine Brustverkleinerung entschieden hatte. Ich habe mich bewusst nicht intensiv vorbereitet – weder auf das Stillen noch auf das Thema Schlaf. Ich wollte alles einfach auf mich zukommen lassen.
Heute weiß ich: Manchmal kommt es anders.
Das Stillen hat bei uns nicht funktioniert, und so durfte ich andere Wege finden, meine Tochter in den Schlaf zu begleiten. Anfangs haben wir eine liebevolle Abendroutine entwickelt, die uns gut durch die ersten Monate getragen hat.
Doch irgendwann wurde es unruhiger.
Mit ihrer Entwicklung nahm sie immer mehr wahr, musste Reize verarbeiten und fand schwerer zur Ruhe. Was sich für mich wie ein Rückschritt angefühlt hat, war in Wahrheit ein großer Entwicklungsschritt.
Die Abende wurden herausfordernd. Einschlafen dauerte oft sehr lange, ich wurde teilweise stundenlang angeschrien und wusste irgendwann nicht mehr weiter. In solchen Momenten stellt man sich unzählige Fragen – und findet kaum Antworten.
Ich begann, mich intensiver mit dem Thema Babyschlaf auseinanderzusetzen.
Zu Beginn habe ich viel ausprobiert – von Tipps aus dem Internet bis hin zu Tracking-Apps. Letztere haben bei uns eher das Gegenteil bewirkt: noch mehr Druck und Unsicherheit. Mein Kind „hielt sich“ nicht an die vorgeschlagenen Zeiten, und ich merkte, wie sich meine eigene Anspannung auf sie übertrug.
Erst als ich mir Unterstützung geholt habe, hat sich etwas verändert.
Es braucht Mut, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Ich weiß, dass dieser Schritt nicht leicht ist. Aber manchmal ist genau das der Wendepunkt – um neue Perspektiven zu gewinnen und festgefahrene Situationen zu lösen.
Durch diese Erfahrung entstand in mir der Wunsch, selbst andere Familien zu begleiten.
Da ich bereits eine Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin abgeschlossen habe, war für mich schnell klar, dass sich dieses Wissen wunderbar mit dem Thema Babyschlaf verbinden lässt.
Heute bin ich auf dem Weg, Schlafcoachin zu werden – mit dem Ziel, Familien dabei zu unterstützen, ihren eigenen, passenden Weg zu finden.
Für mehr Ruhe, mehr Sicherheit und wieder mehr Leichtigkeit im Alltag.



Kommentare